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Die Jugend wäre ein geradezu idealer Zustand, wenn man sie erst etwas später im Leben bekäme.“ |
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Herbert Henry Asquith (1852-1928) |
Das schönste Geschenk ist die gemeinsame Zeit.
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Drei Dinge machen einen guten Meister: Wissen, Können und Wollen.“ |
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Sprichwort |
Gärten sind Orte, wo die Zeit stillsteht und das Herz Frieden findet.
Ein Garten ohne Blumen ist wie ein Leben ohne Liebe.
Wo Blumen blühen, da lächelt die Welt.
Ein schöner Garten wäscht den Staub des Alltags von der Seele.
Schlußbesprechung am 12. Juli 2026
Sprecher und Organisation Hans J. Kratsch eröffnete die Schlußbesprechung im Hotel Sauerbrey. Er dankte allen Tagungsteilnehmern herzlich für ihr Kommen und interessiertes Mitwirken. Den Vortragsrednern widmete er besondere Worte des Dankes und verkündete mit Freude, dass erste Heimat- und Familienforscher ihre Vorträge zum nächsten Treffen in 2027 angemeldet haben. Die Mehrheit der Tagungsteilenehmer hat sich für das nächste Treffen für die Zeit vom 23. - 25. Juli 2027 ausgesprochen. Als Exkursionsziel wurde der Besuch des Bergbaumuseums „Schacht Knesebeck“ mit dem Hydrokompressorturm in Bad Grund vorgeschlagen. Weiter übermittelte Kratsch die Grüße und lobenden Worte zum Treffen des Ortsbürgermeisters Olivier Kutscher.
Der letzte Tagungstag gilt vorwiegend einem Rückblick und einem Ausblick auf das nächste Treffen in 2027. Schwerpunktmäßig wurde die Frage diskutiert: „Wie können jüngere Interessierte und weitere Teilnehmer aus Lerbach für die jährliche Treffen gewonnen werden?“ Wer an den Treffen teilnimmt, geht keine finanziellen und sonstigen Verpflichtungen ein. Der Lerbacher Kreis ist kein Verein. Niemand muss eine Mitgliedschaft eingehen oder sich sonstwie binden. Jeder oder jede Interessierte ist willkommen.
Die auch in diesem Jahr durchgeführte Exkursion ist eine Bereicherung jeder Tagung und der gefundene zeitliche Rahmen wird als gut beurteilt. Mit jeder Tagung wird fundiertes Wissen von Mund zu Mund weitergegeben und vertieft. Nicht zu unterschätzen ist der Gedankenaustausch zwischen den Vorträgen und am Abend. Die Zahl der Vorträge an den einzelnen Tagungstagen sollte nicht erhöht werden. Zeit für die Gespräche und der Wissensaustausch der Teilnehmenden müsse bleiben, war die einhellige Meinung.
Mit Dankesworten und guten Wünschen für die Heimreise der von weither angereisten Tagungsteilnehmern schloss Sprecher und Organisator des Lerbacher Kreises Hans J. Kratsch das 48. erfolgreiche Treffen.
Lerbacher Viehrollen, Kuhglocken und Gründung von Selbsthilfevereine
Rainer Kutscher sprach zunächst über die „Lerbacher Viehrollen“. Dabei berichtete er aus der Zeit um 1858. 1858 zählt der Viehversicherungs-Verein Lerbach – ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit- 148 Kühe, 45 Rinder, zwölf Kälber und zwei Ochsen auf. Dieser Viehbestand im Bergdorf Lerbach wird mit 6.223 Marientaler bewertet. Weiter ist über Notschlachtungen verunglückter Kühe zu lesen. Der Gemeinde-Vorstand überwachte diesen Versicherungsverein. Auch über Fragen des Viehwesens entschied der Gemeinde-Vorstand. So befand er über das Entgelt des Ochsenfutters für jeden Rindviehhaltenden. Zugleich legte er das Entgelt für Futterkosten für die beiden Zuchtochsen von 122 Marientaler für den Zeitraum von Michaelis 1867 bis Michaelis 1868 fest. Auf Ersuchen des Futterherrn Hase wurde wegen der kärglichen Ernte dieser Betrag auf 125 Marientaler erhöht.
Namentlich sind in den Lerbacher Viehrollen alle Namen und deren Beruf aller Kuhviehhalter aufgelistet. Die Vielzahl verschiedener Berufe vermitteln zugleich einen Einblick in den damaligen Alltag und in das damalige Lerbacher Wirtschaftsleben.
Kuhglocken des Harzer Rotes Höhenvieh
Rainer Kutscher erinnerte an das melodische Geläut der Kuhherde des Harzer Rotes Höhenvieh. Dieses Geläut ist seit 50 Jahren verklungen. Auch das Hornsignal des Kuhhirten zum Austrieb in die Waldweide ist nicht mehr zu hören. Der letzte Kuhaustrieb in Lerbach mit dem Hirten Bruno Arend war 1962. An dem 1784 erbauten Hirtenhaus der Realgemeinde (Wohnung für den Hirten mit seiner Familie und Stall für den Gemeindebullen) erinnert eine Holztafel an die Damenkapelle. So liebevoll wurden die Kühe mit ihrem Geläut bezeichnet.
Mit den Harzer Kuhglocken handelt es sich um aus Hammerblech hergestellte Schellen, die an einem handgefertigten Holzbogen aus Eschenholz den Kühen um den Hals gehangen wurden. Sie waren Schmuckstücke und zugleich der Stolz der Hirten und Kuhhalter. Die Herstellung dieser Glocken durch den Glocken-Schellenschmied nach alter Handwerkertradition ist praktisch ausgestorben. Zum Handwerkszeug gehörten Eisenblech, Blechschere, der Stimmkammer, die Stimmgabel, eine Eisenfeile, Messsinglot, Formholz, ein Amboss und ein Schraubstock.
Im Detail zeigte Rainer Kutscher das Geheimnis der Herstellung dieser Schellen (Kuhglocken) mit ein paar mitbebrachten Glocken und Holzbögen auf. Die sieben Kuhschellen sind in F-Dur-Dreiklang gestimmt. Die Schaf- und Ziegenglocken sind etwas kleiner und klingen in C-Dur.
Rainer Kutscher erinnerte an den letzten und bekanntesten Schellenscchmied aus Bad Suderode am Harz Wilhelm Lieseberg (1898-1949), der den Beruf bis zu seinem Tod ausübte. Es ist belegt, dass Lieseberg 84 Herden mit 9.000 Schellen allein im Harz beliefert hat.
Wolfgang Hoffmann aus Wildemann ist mit über 75 Jahren als Hobby-Schellenschmied tätig und erhält dieses Kulturgut. Als Mitglied des Theatervereins Lerbach „Die Lerbachtaler“ tritt er in Hirten- und Fuhrmannstracht auf. Seine von ihm gefertigten Kuhglockengeläute zieren zahlreiche Harzer Vereinsheime; so auch die Lerbacher Heimatstube.
Selbsthilfevereine
Erwähnt werden muss, die Armut und Not der Lerbacher zu jener Zeit, so Rainer Kutscher. Sie führte schon 1770 zu ersten Gründung einer Unterstützungskasse für die Bergleute im Eisensteinbergbau. Die Bergleute waren Eigenlehner – Eigenlöhner. Sie wurden vom Landesherrn mit dem Recht im Bergbau nach Roteisen zu schrüfen belehnt und erhielten den Langerlohn für die Unkosten vom geförderten Eisenstein.
Im Jahr 1830 wohnten in 105 Häusern 1312 Menschen. In einigen Häusern hatten mehrere Familien nur eine Wohnstube. Die von jeder Familie zu nutzende Fläche grenzten sie mit „Kreidestrichen“ ab.
Weil oft das Geld für die Beerdigung fehlte, wurde 1783 eine Begräbniskasse ins Leben gerufen. Diese Begräbniskasse besteht heute noch. 140 Mitglieder gehören ihr an.
1824, also vor 200 Jahren, gründeten die Lerbacher die Privatsparkasse als erste Genossenschaftsbank in Deutschland. Sie ist heute als die Volksbank im Harz e.G. im Handelsregister eingetragen.
Fotos
Die frühe Erforschung der australischen Flora und Fauna durch den Herzberger Botaniker Dr. Ludwig Preiss (1811-1883)
Dieter Karl Wolff präsemtierte mit einem Lichtbildervortrag die Lebensgeschichtre von Dr. Ludwig Preiss aus Herzberg. Johann August Ludwig Preiss war im Botanischen Garten in Göttingen als Gärtner ausgebildet. Er reiste 1838 mit 26 Jahren im Auftrag des Botanischen Gartens Hamburg nach Australien.
Der Referent erinnerte an die damaligen Erschwernisse einer Dampfschifffahrt, das Reisen in jener Zeit und schließlich die mehrere Monate dauernde Schiffsreise von Hamburg über London und Kapstadt zur Swan-River-Kolonie in Neu-Holland -wie Australien damals bezeichnet wurde- und zurück.
Im Südwesten des Landes sammelte er die dortigen Pflanzen, Samen, Insekten, Fische, Säugetiere und Schalentiere, die er erforschte und gewissenhaft dokumentierte. Bis 1839 hatte er rund 1500 Pflanzenarten gesammelt. Von 1838 bis 1842 forschte Preiss in Australien. 1841 trifft er dort den englischen Naturforscher Dummond. Mit über 3000 dokumentierten Sammlungsstücken kehrt Preiss 1842 nach Hamburg zurück. Dort beginnt er den Verkauf seiner Sammlung. 1843 wurde Preiss in der Sektion Botanik zum Mitglied der Leopoldina berufen.
Mit dem von ihm erarbeiteten Stammbaum zeigte Dieter Karl Wolff das Leben und die Verbindung des Forschers zu Herzberg auf. Bei seinen Nachforschungen führte er umfangreichen Schriftverkehr mit namhaften Wissenschaftlern und Instituten. Anschaulich vermittelte Wolff wie Preiss seine Reise und die getätigten Forschungen in Australien finanzierte. Um Einnahmen zu erzielen, gab Preiss Aktien heraus und später bot der Naturforscher Preiss seine Sammlung zunächst vergeblich den Engländern an, weil seinerzeit Australien zu England gehörte. Die Engländer lehnten ab. So suchte Preiss nach neuen Geldquellen in Deutschland. Dies gelang ihm nur schwer, wie Dieter Karl Wolff in seinem vortrefflichen Vortrag aufzeigte.
1856 erhielt Preiss vom hannoverschen König den Guelphen-Orden 4. Klasse. 1876 zieht Dr. Ludwig Preiss mit 65 Jahren zunächst nach Hattorf und danach zurück nach Herzberg. Von 1878 – 1880 mietet er das Haus Marktplatz 23 in Herzberg; von 1882-1883 ist er Hausbesitzer Hindenburgstraße 23.
Dr. Ludwig Preiss war ledig. Mit seinem Testament legte er fest, dass an die Armenkasse Herzberg 1500,- Reichsmark für Kinder bedürftiger Eltern auszuzahlen sind,
Fotos
Lerbacher Kreis setzt seine Tagung am 11. Juli 2028 fort
Lerbach (kip) Nach der Exkursion zum Welfenschloss Herzberg setzen die Teilnehmer ihre Tagung anlässlich des 48. Treffens des Lerbacher Kreises fort
Begrüßung
Am Nachmittag des zweiten Tages eröffnete Sprecher und langjähriger Organisator Hans J. Kratsch offiziell das 48. Treffen des 1977 gegründeten Lerbacher Kreises. Sein besonderer Gruß galt Ortsbürgermeister Olivier Kutscher und dem Ortsratsmitglied Mireille Viebrans, dem Vorsitzenden des Kippenberg-Vereins Winfried Kippenberg, der seit 24 Jahren an den jährlichen Treffen teilnimmt, Peter Fiedler , der seit 25 Jahren zum Treffen anreist und seit 30 Jahren ist Rainer Kutscher treuer Teilnehmer und häufig Referent verschiedener Vorträge zur Lerbacher Heimatgeshichte.
Hans J. Kratsch gab einige Antwortschreiben langjähriger Teilnehmer bekannt, die am 48. Treffen nicht teilnehmen können.
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Lerbachs Entwicklung
Ortsbürgermeister Olivier Kutscher und Ortsratsmitglied Mireille Viebrans informierten über das aktive Lerbacher Dorfleben. 16 örtliche Vereine bereichern das Leben im Ort. Mit 150 Jahren besteht die örtliche Feuerwehr und das 140 Jahre alte Feuerwehrhaus muss nun erneuert werden. Kutscher betonte: „Feuerwehr ist ein wichtiger Teil der Daseinsvorsoge“: Weitere Themen waren die Pflege der steilen Berghänge, die durch den angrenzenden Wald stark beschattet werden. (Lerbach wächst zu!) , die große Wildschweinplage, über die erfolgreiche örtliche Entwicklung des Tourismus, die notwendige Sanierung der Wasserleitung und der Stromversorgung, über die Einwohnerntwicklung sowie über die Aktivierung des Bürgervereins und weiterer örtlicher Vereine. Vom 21, bis 23. August 2026 feiert der Ort sein 475-jähriges Bestehen.
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Polizeiverordnung und Steuermeldungen ab 1883
Den Reigen weiterer Vorträge eröffnete Dieter Karl Wolff aus Herzberg zum Thema „Polizeiverordnung und Steuermeldungen ab 1883 für den Bezirk der Gemeinde Lerbach“. Diese Unterlagen des Kreises Zellerfeld beschreibt er als Zufallsfund. Der Referent verstand es mit seinem mit Lichtbildern unterlegten Vortrag detailliert die einzelnen Vorschriften kund zu tun; auf besondere Vorschriften hinzuweisen und anzumerken, daß den Schützenfesten besondere Vorschriften gewidmet waren. Besondere Vorschriften über Kuhhirte mit Wald- und Weidegerechtsame in und um Lerbach sowie die Rechte und Pflichten der Nachtwächter. Für Tanzbelustigungen wurde schon damals vor 140 Jahren ein Entgelt erhoben. Eine Hundesteuer gab es ebenfalls. Die Bäcker waren damals gehalten, ihre Preislisten dem Amt vorzulegen.
Teilnehmer des 48. Treffens des Lerbacher Kreises besichtigten das Welfenschloss Herzberg
Der zweite Tag dieses 48. Treffens begann nach kurzer Information durch den Sprecher und Organisator Hans J. Kratsch im Hotel Sauerbrey und mit der Bildung von Fahrgemeinschaften. Die Besichtigung des Welfenschlosses Herzberg stand auf dem Programm. Manfred Kirchner aus Herzberg, der längjährige Vorsitzende des Fördervereins führte durch das Schloß und durch das dortige Museum. Er begrüßte die Teilnehmer des Lerbacher Kreises am Torhaus des Welfenschlosses und gab erste Informationen zur geschichtlichen Entwicklung des Schlosses. 1158, so Manfred Kirchner, erwarb Heinrich der Löwe die damalige Burg. Von 1158 bis 1866 war das Schloss Herzberg im Besitz der Welfen. Zeitweise war es Residenz der Fürsten von Grubenhagen und Calenberg. 1866 ging das Schloss an die Preußen. Heute gehört das Welfenschloss dem Land Niedersachsen.
In einem Rundgang wurden besichtigt der Schlossgraben, die Schweineställe neben dem Torhaus mit handgefertigten Dachziegeln (Handformziegeln von 1680).
Manfred Kirchner erklärte das Wappen von 1672. Bei den durchgeführten Restaurierungsarbeiten kamen bisher unbekannte Details der Baugeschichte zum Vorschein. So war das Schloss ursprünglich eine Rundburg, so der Referent.
Einzelziele der Exkursions-Teilnehmer war der neue Flügel mit der ehemaligen Küche mit Fußbodenschichten aus verschiedenen Zeitepochen, der Gewölbekeller, der Keller unter dem Stammhausflügel mit Relikten aus dem Mittelalter, der graue Flügel, der mächtige Uhrenturm mit Treppenhaus, der Rittersaal mit Fürstengalerie, das ansprechende Museum, der Orgelbau mit dem Faksimilie des Evangelisten Heinrich des Löwen aus der Zeit um 1156.
Mit seinem fundierten Wissen zur Geschichte des Welfenschlosses und zu den einzelnen Bauwerken bereicherte Manfred Kirchner den mehrstündigen Rundgang.
Fotos
Lerb 102 Exk Torbogenhaus
Das Torbogenhaus des Herzberger Welfenschlosses
Lerb 102 Exk Durchgang Torbogenhaus
Der Durchgang des Torbogenhauses
Lerb 103 Exk Schlosshof
Hof desWelfenschlosses
Lerb 105 Exk Gewölbekeller
Gewölbekeller des Welfenschlosses
Lerb 110 Exk Turmuhrenbau
Der Turmuhrenbau
Lerb 112 Exk Treppenhaus
Das Treppenhaus im Welfenschloss
Familienforscher und an der Heimatschichte Interessierte kamen zum 48. Treffen des Lerbacher Kreises (1. Tagungstag)
Lerbach (kip) Das 48. Treffen des Lerbacher Kreises, ein Kreis an Familienforschung und Heimatgeschichte Interessierter, begann am 10. Juli 2026 mit einer freundlichen Begrüßung der neu hinzugekommenden und den alljährlich kommenden Teilnehmer durch den Sprecher und langjährigen Organisator Hans J. Kratsch im Hotel Sauerbrey in Lerbach. Seit 1977 besteht der Lerbacher Kreis on Interessierten. Dieser Kreis ist eine lose Gemeinschaft von Heimat- und Familienforscher ohne Mitgliedschaft und ohne finanzielle Verpflichtung. Das Treffen dient dem Austausch von Forschungsergebnissen. Dazu zählen auch Vorträge von Teilnehmern, die diese Vorträge freiwillig anbieten.
Sieber im Harz – ein Curort um 1900
Am Anreisetag sprach Dieter Karl Wolff über „Sieber im Harz – mit Einblicken in die Sehenswürdigkeit des Terrain-Curortes“, Sieber -ursprünglich ein Hüttenort und Waldarbeitersidlung- gab um 1900 eine Werbebroschüre als Kurort mit diesem Titel heraus. Im Detail wurden die örtlichen Sehenswürdigkeitebn und Ausflugsziele in und um Sieber beschrieben. Der Referent zählte die in diesem Prospekt aufgezählten verschiedenen in Sieber angebotenen Kurmittel auf wie Atemübungen, Terrain- und Molkekuren. Auch Kurtaxe damals vom Cur-Comitee erhoben. Hinweise auf Privatquartiere und gastronomische Betriebe enthielt die Werbeschrift aus der Zeit um 1900 ebenfalls. Auch der Verkauf von Harzer Kanarienvögel fehlten nicht in der Aufzählung des damaligen Angebots inn Sieber.
Rosenberg-Bibel
Familienforscher Peter Fiedler schilderte eindrucksvoll wie er über die Rosenberg-Bibel, die aus einem abgebrannten Gebäude gerettet wurde, sein Interesse zur Familienforschung geweckt wurde. In einem alten Film des bayrischen Rundfunks wurde über diese Bibel berichtet. Sein Bruder erwarb nach vielen Recherchen und nachfolgendem Schriftverkehr diese Bibel aus 1735. Handschriftlich ist als Eigentümer dieser Bibel August Rosenberg, Büchsenmacher in Herzberg und über 40 Jahre Bürgermeister in Herzberg, 1740 vermerkt. August Rosenberg hatte zwei Töchter.
Ein Vorfahre von Peter Fiedler heiratete die Töchter von August Rosenberg. (Die erstgeheiratete Tochter starb im Wochenbett.) 1915 erlosch die Familie Rosenberg, weil keine männlichen Nachfahren mehr vorhanden waren. Die Familie Fiedler ist daher ein Zweig der einst in Herzberg ansässigen Familie Rosenberg.
Ergänzend zu dieser Bibel erarbeiteten Peter Fiedler und sein Bruder eine mit Fotos bebilderter Familienchronik. Dies waren der Ansporn für die weitere Familienforschung und der damit verbundenen Heimatforschung, die Peter Fiedler zu vielen Besuchen in Herzberg und im Harz veranlasste. Deshalb nimmt er seit Jahren an den Treffen des Lerbacher Kreises teil.
Fotos
Lerb 670 Den Ausführungen von Dieter Karl Wolff folgten aufmerksam Hans J. Kratsch, Rainer Kutscher, Bertram mit Begleitung. (vlnr)
Lerb 671 In der Werbeschrift „Curort Sieber um 1900“ werden Kanarien-Vögel zum Kauf angeboten.
Lerb 682 Peter Fiedler stellt seine Rosenberg-Bibel und ein Fotoalbum mit Fotos aus der Familiengeschichte vor.
Lerb 686 Die Titelseite der Rosenberg-Bibel
Clausthal-Zellerfeld (kip) Zum diesjährigen Sommerfest trafen sich Mitgliedes des Biochemischen Vereins Clausthal-Zellerfeld und Umgebung im Biergarten des Polsterberger Hubhauses mit Blick auf den Brocken -Norddeutschlands höchste Erhebung, 1141 m- und auf die inzwischen wieder grünen Harzberge. Vorsitzende Elke Blohm begrüßte die zahlreich zum Feiern gekommenen Mitglieder mit ihren Partnern. Sie freute sich über diese gute Beteiligung und dies bei dieser Sommerhitze. Auch in den Sommermonaten lädt der Verein der Freunde der Schüssler Medizin zu Veranstaltungen ein. Am Samstag, 22. August 2026, 15.00 Uhr, findet eine Kräuterwanderung im Kräuterpark Altenau mit anschließendem Kaffeetrinken statt.
Eine noch nicht termninierte Pilzsammlung ist eingeplant. Der Termin hängt mit der Vegetation zusammen.
Am 28. September 2026, 18.30 Uhr, findet das nächste Treffen in Osterode, Freiheiter Hof, statt. Thema des Treffens: Gut durch den Winter mit Schüssler Salze.
Die diesjährige mit dem Biochemischen Verein Lautenthal geplante Informationsfahrt, so führte Vorsitzende Elke Blohm aus, findet am 10. September statt. Ziel ist die Firma Pflüger, Vitamine & Mineralstoffe, in Rheda-Wiedenbrück.
Große Freude löste die Vorsitzende mit den für jedes Mitglied überreichten Broschüren zur Anwendung von Schüssler Salzen bei gesundheitlichen Beschwerden und „Schüssler- Salze – Die Anwendung der zwölf Basis-Salze“sowie ein Handreichung zum Thema „Wie gesund sind Eier“. Jedes Mitglied dankte Elke Blohm für zwei Bücher „ Biochemie – ein Leitfaden zur Biochemie nach Dr. Schüssler“ und „Vital sein – aktiv bleiben (Schüßler-Salze für Bewegung und Fitness“ als Lesestoff in dieser schönen Jahreszeit.
Die leckeren Salate und die Wildschwein-Bratwürste mundeten alle sehr. Zufriedene Gesichter dankten der Vorsitzenden für die Vorbereitung dieses Sommerfestes und für die Präsente sowie der Wirtin des idyllisch gelegenen Wirtshauses Beate Engel mit Team für das schmackhafte Salatbüfett.
In gemütlicher Runde im Schatten der mächtigen Laubbäume vergingen schnell die kurzweiligen Stunden mit Gesprächen über Harzer Brauchtumsfeste, Schützenfeste, über die diskutierte Reform der Kranken- und Rentenversicherung. Kritische Stimmen dazu fehlten nicht.
Dieses harmonische Sommerfest Polsterberger Hubhaus wird allen Teilnehmern noch lange in guter Erinnerung bleiben. Das Polsterberger Hubhaus ist im 18. Jahrhundert gebaut und ist eine historische Stätte zur gemütlichen Einkehr. Das Fest war eine angenehme Bereicherung im täglichen Ablauf der überwiegend älteren Mitglieder, die alle einen hohen Anteil am Aufbau dieses Landes haben.
Fotos
Vorsitzende Elke Blohm begrüßt die zahlreichen Teilnehmer des Sommerfestes des Biochemischen Vereins Claustal-Zellerfeld.
Vorsitzende Elke Blohm begrüßt im schattigen Biergarten des Polsterbeger Hubhauses die zahlreichen Teilnehmer des Biochemischen Vereins Clausthal-Zellerfeld.
Bad Grund (kip) Nach alter Tradition feierten am 24. Juni 2026 Jung und Junggebliebene wie seit vielen Jahrhunderten das Johannisfest. Die Johannigemeinde „Adeles Eck“ und der Harzklub Bad Grund hatten dazu auf dem St.Antonius-Platz eine buntgeschmückte Fichte mit einer großen mit bunten Blumen geschmückten Krone aufgestellt und zu diesem Fest eingeladen. Unermüdlich sangen Alexandra Hinz und Manda Paustian mit weiteren Sängerinnen und den „Bergstadtkindern“ die bekannten Johanni-Lieder. Die Johanni-Band unter Leitung von Uwe Klingebiel spielte fleißig zum Tanz um den mit farbigen Bändern und bunten Ketten geschmückten Baum auf.
Unter Partyzelten saßen überwiegend die älteren Festteilnehmer, einige mit einem aus Wiesenblumen geflochteten Kränzchen im Haar. Für das leibliche Wohl mit Kaffee, Kuchen und Eierkränzen war gesorgt. Aber auch die beliebten Johanni-Burger wurden von Ehrenamtler der Johanni-Gemeinde „Adeles Eck“ und Mitgliedern des örtlichen Harzklubs feilgeboten.
Ortsbürgermeister Holger Diener, einer der Aktiven der Johanni-Gemeinde „Adeles Eck“ kündigte am frühen Abend die Brauchtumsgruppe „Harzer Roller“ des Harzklubs Bad Grund an. Er dankte allen, die zum Gelingen dieses Traditionsfestes beitragen und somit tradtionellen Gepflogenheiten pflegen. Viele warteten schon auf den Auftritt der Harzklub-Sängerinnen und -Sänger. Sie begrüßten sie mit einem stürmischen Applaus. Mit bekannten Heimatliedern und neu hinzugekommenden Liedern erreichte die Sängerschar ihre aufmerksamen Zuhörer. Uwe Klingebiel stimmte die sangesfreudigen Harzer Roller mit seinem Akkordeon ein. Die Meisterjodlerin Ellen
Bredow führte wie immer gekonnt durch das Programm. Urgestein Georg Heberle war mit seiner Frau gekommen und unterstütze mit seiner Stimme die Brauchtumsgruppe „Die Harzer Roller“.
Unter Berücksichtigung der erbarmungslos vom Himmel herunterbrennenden Sonnenstrahlen und der damit verbundenen Temperaturen um +30 Grad ging ein gelungenes Traditionsfest früher als sonst überlich zu Ende.
Zeitgleich feierten auf den Taubenborner Wiesen die Taubenbornern mit selbstgebackenen Kuchen und schönen Spielen für die Kinder mit ihren Gästen ein fröhliches Fest zum Johannitag.
Fotos
Zu jedem Johannisfest werden leckerer selbstgebackener Kuchen, Eierkränze, Johanni-Burger angeboten,
Manda Paustian stimmt Kinder zum Tanz um den Johannisbum ein.
Gäste des Johannisfestes suchen schattige Plätze.
Meisterjodlerin Ellen Bredow führt durch das Programm und Urgestein Gorg Heberle unterstützt mit seiner Stimme die Brauchtumssänger.
Der schöne Johannisbaum mit dem Zwergenbrunnen.
Winfried Kippenberg • Am Forstamt 6 • 37539 Bad Grund (Harz)
Tel. +49 (0)5327-2468
